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Ist Corporate Health Literacy ein Thema für Unternehmen?

In österreichischen Gesundheitseinrichtungen ist Gesundheitskompetenz zur Zeit ein vieldiskutiertes Thema – quasi „on Walk“, aufgerüttelt vor allem nach der HLS-Studie wo Österreich am vorletzten Platz gelandet ist. (Pelikan et al. 2012) Im Gesundheitsbereich sind hier bereits viele Einrichtungen aufmerksam geworden und es werden zahlreiche Projekte in Angriff genommen. Unternehmen, die auf betrieblicher Ebene aktiv geworden sind, gibt es hingegen noch wenige.

Ist die Grenze der betrieblichen Gesundheitsförderung eine Chance der betrieblichen Gesundheitskompetenz?

Die Sports-Econ-Austria Studie zeigte, dass weniger als ein Drittel der österreichischen Bevölkerung, die Bewegungsempfehlungen der WHO erfüllen. Um diesem zunehmenden Trend entgegenzuwirken sind aus makro- und vor allem aus mikroökonomischer Sicht auch Unternehmen geeignet, Maßnahmen und Programme zur Gesundheitsförderung ihrer Mitarbeiter zu setzen (BSO 2015).

Situationen die für betriebliche Gesundheitskompetenz sprechen! – Warum betriebliche Gesundheitskompetenz?

Der WIFO Monatsbericht 2012 untersuchte die langfristigen Bevölkerungs- und Erwerbsquotenprognosen für Österreich und besagte, dass wir in Zukunft einen Fachkräftemangel zu bewältigen haben und längere Erwerbstätigkeit wird zunehmend zur Regel werden. Es wird erwartet, dass die Erwerbsbevölkerung zwischen 2020 und 2060 um 13,6% schrumpfen und die Zahl der Erwerbstätigen, die über 65 Jahre sind, steigen wird. Je älter die Arbeitnehmer werden, desto länger die Fehlzeiten. Ein gesunder Lebensstil wird an Bedeutung gewinnen, um auch im fortgeschrittenen Alter einer Erwerbstätigkeit nachgehen zu können. Für die Unternehmer geht es darum, Maßnahmen zum Erhalt der Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter zu ergreifen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die langfristige Bindung von Fachkräften mit ihren Kompetenzen und ihrem Know-how an das eigene Unternehmen (Mayrhuber 2012).

Chancen und Dilemma der Prävention

Prävention stand im Mittelpunkt der von STANDARD und dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger organisierten Diskussionsrunde im Vorfeld des Weltgesundheitstages am 7. April 2016. Die steigenden Zahlen von Patienten mit Diabetes, Bluthochdruck und Rückenschmerzen sind der Beweis dafür. Österreichs Gesundheitsexperten sind besorgt und diskutieren über Potenzial und Schwierigkeit von Krankheitsprävention. Während die Menschen immer länger leben, erhöht sich die Zahl der Jahre, in denen sie in Gesundheit leben, nicht. Rechtzeitig handeln, Gesundheit fördern, Krankheiten vermeiden, lautet die Formel für die Gesundheitsförderung.